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Neuer Job für BEAMTEn der NRW-BERGBAUBEHÖRDE

Wichtiger Beamter der NRW-Bergbaubehörde wechselt zu RAG

NRZ 
Holger Dumke 29.07.2019 – 18:54 Uhr 


ESSEN/ARNSE. Ein bisheriger Hauptdezernent der für den Bergbau zuständigen Bezirksregierung Arnsberg übernimmt bei der RAG das Genehmigungsmanagement. Als Hauptdezernent bei der Bezirksregierung Arnsberg war Werner Grigo für „Nachhaltigkeit im Bergbau“ zuständig und da auch für bergrechtliche Genehmigungen. Zum 1. August wechselt der studierte Bergbauingenieur nun zur RAG Aktiengesellschaft. Beim früheren Bergbaubetreiber wird Grigo nun den Zentralbereich Genehmigungsmanagement leiten. Bei der RAG freut man sich über einen Fachmann, von Umweltschützern gibt es scharfe Kritik. 

„Der geschmeidige Wechsel dieses hochrangigen Beamten zur RAG verstärkt die großen Zweifel an der gebotenen Neutralität der Genehmigungs- und Aufsichtsbehörde“, klagte Dirk Jansen, Geschäftsleiter des Umweltverbandes BUND in NRW, im Gespräch mit der Redaktion. Die Landesbehörde habe „wenig dazu beigetragen, dass die Genehmigungsverfahren zum Grubenwasseranstieg offen, transparent und mit umfangreichen Prüfungen der Umweltverträglichkeit erfolgen“. Auch beim Umgang mit dem Gift PCB habe die Behörde bislang auf der Bremse gestanden, wenn es um die Anordnung von Grubenwasser Reinigungsmaßnahmen gegangen sei. „Dass jetzt ausgerechnet derjenige, der für diese wichtigen Genehmigungsfragen zuständig war, zum Bergbaubetreiber wechselt, das bestärkt viele Kritiker, welche die Behörde bislang als Erfüllungsgehilfe des Bergbaus sahen“, schimpfte Jansen.

RAG stellt sich für die Nachbergbauzeit auf 

Ein Sprecher des früheren Bergbaubetreibers RAG erklärte, dass sich das Unternehmen mehr und mehr für die Nachbergbauzeit aufstelle. Gerade mit Blick auf ökologische und ökonomische Anforderungen konzentriere man unternehmerisches Know-how im Zentralbereich Genehmigungsmanagement. Für die Leitung habe man Grigo gewinnen können, so der RAG-Sprecher weiter. Im Zuge seiner Tätigkeit bei der Bezirksregierung sei Grigo u. a. mitverantwortlich gewesen „für richtungsweisende Monitoringverfahren, die bergbauliche Vorhaben begleiten“.

Werner Grigo selbst erklärte in einem Statement: „Ich freue mich sehr auf meine neue Tätigkeit. Mit unserer Verantwortung für den Nachbergbau können wir Standards setzen, die weltweit im Bergbau einzigartig sind. Die Grubenwasserhaltung als wichtige Zukunftsaufgabe will ich gerne für das Unternehmen mitgestalten.” Von der Bezirksregierung Arnsberg gab es zunächst keine Stellungnahme. 


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Leitungsschäden Tannenkamp

Nach ca. 8 Monaten werden die Arbeiten an der Einmündung Roher Weg – Kappelner Weg beendet, die Teerdecke wird aufgebracht.
Vor 2 Wochen hat es einen neuen Wasserrohrbruch am Höveringhausener Kirchweg – Kappelner Weg gegeben.
Die Arbeiten haben nach 2 Wochen Vollsperrung begonnen und werden sich über längere Zeit hinziehen.
Wasserrohrleitung, Gasleitung, Telefon- und Elektroleitungen müssen provisorisch umgelegt werden um die Hohlräume frei zu baggern und zu verschließen.
Auf Einwand der Anlieger ist ein provisorischer Rad- und Fußgängerweg durch das angrenzende Wäldchen angelegt worden.
Bleibt zu hoffen, das die Arbeiten zum Ende der Ferien beendet sind, das der Schulbus wieder fahren kann und die Schulkinder nicht mehr die gefährliche Mettener Straße queren müssen.

BBI vermisst Antworten auf viele Fragen

Initiative kritisiert fehlenden Blick auf Folgeschäden des Bergbaus
IVZ vom 14.07.2017

Auch die BBI wisse um die 500-jährige Tradition des Steinkohlebergbaus in der Region. Darauf weist die Bürgerinitiative Bergbaubetroffener im Ibbenbürener Steinkohlerevier in einer Pressemitteilung mit Bezug auf geplante Veranstaltungen zum Thema „schicht:ende“ ausdrücklich hin. Aber aus Sicht der BBI werde viel zu wenig über die Schattenseiten und Folgeschäden des Bergbaus im Ibbenbürener Raum geschrieben beziehungsweise gesprochen. „Immerhin werden bis Ende 2018 ca. 60 Millionen Kubikmeter Gestein bzw. Kohle z.B. unter unseren Straßen und Gebäuden fehlen. Damit einhergehend etliche Bergschäden an Gebäuden und Tagesbrüche.“
Die BBI formuliert etliche Fragen: „Uns fehlt endlich die Vorstellung des Grubenwasserkonzeptes zum Ende des Bergbaus. Was wird mit der Salzfracht und dem PCB? Vor etlichen Wochen sollte die Bezirksregierung Arnsberg die RAG zum Bau einer Pilotanlage zur Eliminierung des Ultragiftes PCB im Grubenwasser auffordern. Wird das Grubenwasser von Oeynhausen durch einen eventuellen Stollen zum Westfeld geleitet? Ist der Kreis Steinfurt die Genehmigungsbehörde und somit beteiligt? Wie hoch soll das Grubenwasser ansteigen? Mit welchen Hebungen ist im Abbaugebiet nach der Flutung der Zeche zu rechnen? Gibt es schon erste Abschätzungen zu den vorhandenen Altlasten auf dem Zechengelände?“ Fragen, auf die zumindest die BBI keine oder nur unzureichende Antworten bekommen habe.
Ferner sei zu lesen gewesen, dass nach ersten Überlegungen die beiden Fördertürme in Ibbenbüren und Mettingen sowie der Wasserturm und das Bergbaumuseum erhalten bleiben sollen: „(…) den Ratsmitgliedern der Gemeinde Mettingen und der Stadt Ibbenbüren kann man nur anraten, dass sie sich mal umfassend über die nachhaltigen Kosten informieren. In Essen wurden für das Welterbe Zeche Zollverein bisher angeblich rund 440 Millionen Euro ausgegeben. Ein Ende der Investitionen für die laufende Instandhaltung ist nicht absehbar und wird noch etliche Millionen verschlingen. Laut der Fremdenführerin wären nicht alle derartigen Kosten durch das Stiftungskapital gedeckt.“

Die BBI ist sich sicher, dass auch nach dem Bergbauende 2018 die Bergschäden nicht aufhören und es noch sehr viel Beratungsbedarf geben wird. Denn von Initiativen aus dem Ruhrgebiet wisse sie, dass die Bergschadensabwicklung mit einem nicht mehr aktiven Bergwerk nicht einfacher wird.